Mittwoch, Dezember 23, 2015

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"Sieben auf einen Streich"-Interview mit Eva Seith


Hallo ihr Lieben,

jetzt heißt es wieder:

Mama-macht-Pause fliegt auf dem fliegenden Teppich über die sieben Berge, auf der Reise mit den Wildgänsen, um Rapunzel im obersten Turm von Hogwarts zu besuchen.

Ich freue mich riesig, dass dieses Mal die Autorin Eva Seith neben mir Platz genommen hat, und sich mit mir in luftige Höhen begibt.

  

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Damit ihr alle wisst, wer mich heute auf dem Flug begleitet, 
folgt hier ein kurzer Steckbrief als Memo an euch: 


 Während ich dem Sterntaler ein paar Sterne zuwerfe, von Bibi Blocksberg auf dem Besen noch ein Stück begleitet werde, lasse ich mir den süßen Brei schmecken, trinke ein Butterbier und fühle unserem Gast einmal gründlich und in märchenhafter Manier auf den Zahn.


Die fabelhaften "Sieben auf einen Streich"

Ich bin auf die Treffsicherheit meines Gastes gespannt. Ihr auch?
 
1) Mit welchem Buch verbinden Sie die ersten Lese-Abenteuer in Ihren Kindertagen?
Also die frühesten Erinnerungen habe ich natürlich an den Struwwelpeter, Max und Moritz und die Märchen von Grimm und Andersen und ich liebte Pixibücher. Wir hatten nicht viele Bücher damals und schon gar kein Geld, uns selbst welche zu kaufen. Später dann natürlich die ganzen Kinderbuchklassiker von Lindgren, Maar, Kästner, Ende … Ab 10 habe ich alles gelesen, was ich nur in die Finger bekommen konnte. Ein Buch zu haben war wie Weihnachten. Ich bin dann immer mit dem Rad in den Wald gefahren und habe dort unter einer alten Eiche gelesen und alles um mich herum vergessen. Meine Familie fand mich sehr seltsam J. Ich war das Sensibelchen.

2) In welchem Kinder-/ Jugendbuch hätten Sie gern selbst die Rolle des Titelhelden eingenommen?
Ganz klar Pippi Langstrumpf. Sie war die Heldin meiner Kindheit. Dicht gefolgt von Jim Knopf und Momo.
Ehrlich, mit Frau Mahlzahn hätte ich es locker aufgenommen. Gegen die grauen Männchen kämpfe ich allerdings heute noch.

3) Welche Kinder-/ Jugendbuchfigur verkörpert für Sie einen wahren Freund? 
Aus welchem Grund gerade jene Figur?  
Auch hier Pippi Langstrumpf, weil sie sich nie fragen würde, ob sie einem Freund helfen soll oder nicht oder ob sie dadurch in Schwierigkeiten käme oder nicht. Sie würde ihr letztes Hemd geben um zu helfen. Äußerer Reichtum bedeutet ihr nichts. Wenn sie eine Sache für gerecht hält, setzt sie sich ein. Pippi würde Annika und Tommy niemals hängen lassen. – Und sie würde niemals jemandem wirklich schlimmen Schaden zufügen, auch nicht ihrem Gegenspieler. Sie erteilt ihm höchstens eine Lektion – aber immer eine, die letztendlich für ihn zu verkraften ist.

4) Welche literarische Figur würden sie gern einmal Seite an Seite 
durch deren Geschichte begleiten?
Als Kind: Alice im Wunderland. Als Jugendliche: Bella

5) Mit welcher Schriftstellerin/ welchem Schriftsteller könnten Sie sich 
eine kreative Zusammenarbeit vorstellen?
Oh, da gibt es sooo viele wunderbare Schriftsteller und die wenigsten habe ich bisher persönlich kennen gelernt. Grundsätzlich natürlich erst einmal mit jedem, dessen Bücher ich selbst liebe und in deren Genre ich zuhause bin z. B. Kerstin Gier oder Bettina Belitz.

6) Welchen tierischen Charakter könnten Sie sich als eigenes Haustier am besten vorstellen?
Eine Katze.

7) Für wie wichtig halten Sie das Vorlesen bzw. Lesen in Kinder- bzw. Jugendjahren?
Ich halte es für wunderbar, fantastisch und wertvoll aber nicht für wichtig in dem Sinn, auf den Ihre Frage wahrscheinlich abzielt. Ich sehe das Vorlesen als eine Möglichkeit für Eltern und Kinder gemeinsam Zeit zu verbringen, Nähe zu spüren. Das Lesen für eine Möglichkeit Helden zu finden, denen man nacheifern kann. Eigene Werte und Ziele zu bilden. Das Denken und das Fantasieren zu lernen und zu zelebrieren. Vorlesen und Lesen fördert zusätzlich in jungen Jahren sicher das Sprachgefühl, den Wortschatz und die Rechtschreibung aber es ist keine Grundvoraussetzung dafür, ein - in welcher Hinsicht auch immer - wertvoller Mensch für unsere Gesellschaft oder ein intellektuelles Genie zu werden. So, wie nicht alle Menschen  Professoren werden, denen man bereits im Mutterleib Mozart vorspielt und nicht alle Vegetarier, wenn man ihnen nur oft genug Salat vorkaut. Natürlich ist es wunderbar, Kindern alle erdenklichen Möglichkeiten anzubieten. Sie werden sich aber immer das heraussuchen, dass ihren Neigungen entspricht und nicht unseren. Es ist also völlig egal, ob Sie ihrem Kind vorlesen, mit ihm musizieren, heiße Diskussionen führen oder mit ihm Fußball spielen. Verbringen Sie Zeit mit ihm, sprechen Sie mit ihm … Allein das ist wichtig für die Entwicklung Ihres Kindes; die Beziehung zum Menschen.
 

Ich bedanke mich recht herzlich bei  Eva Seith  für diese wunderbare Begleitung auf Aladins fliegenden Teppich, und wünsche euch allen weiterhin eine unterhaltsame Wanderung durch den Bücherwald eurer eigenen vier Wände.


!!! Lasst euch verzaubern !!!

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