Dienstag, Dezember 15, 2015

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[Krimi] Tod auf dem Titisee - Sanne Aswald

 
Eigentlich will sich Clarissa doch nur für ihr nächstes Buch zum Thema Wellness und Genuss inspirieren lassen. Aber die Ruhe findet ein jähes Ende, als sie einen Toten an Bord eines Bootes auf dem Titisee entdeckt. Unglücklicherweise gerät sie selbst ins Visier des Ermittlers. Um sich zu entlasten, begibt sich Clarissa höchstpersönlich auf Spurensuche. Dabei stößt sie hinter der trügerisch heilen Welt auf ausgesprochen unschönen Bodensatz.



Clarissa Kleinschmidt ist Sachbuch-Autorin, und nimmt eine über zehn stündige Autofahrt von Hamburg bis zum Titisee in Kauf, um nach einer letzten Auseinandersetzung mit ihrem Ex ihr inneres Gleichgewicht wiederzufinden. Ihre Reise in den Schwarzwald beinhaltet auch die Recherche zu ihrem neuen Sachbuch (Thema Kulinarik und Wellness). Desweiteren spielt sie mit dem Gedanken, ihre Reise für einen dauerhaften Ortswechsel als Start in ein neues Leben zu sehen. Eines Tages entdeckt sie einen toten Mann in einem Boot, und wird somit zu einer der Hauptverdächtigen. Um die Anschuldigungen des Kommissars ins rechte Licht zu rücken, beschließt Clarissa auf eigene Faust zu ermitteln.


Die Autorin hat ihre Protagonisten wunderbar beschrieben. Sie werden durch ihren Schreibstil und ihrer Beschreibungen sehr lebendig. Besonders Clarissa hat mir gefallen, denn mit ihren kleinen Macken hat die Autorin dem Krimi die richtige Portion Humor/Witz verabreicht. Sei es ihren dunkelblauen Mini Pauline zu taufen, oder ihrem Notebook den Namen Hektor zu verpassen ... Sie redet gerne mit sich selbst bzw. ihrem "Stimmchen" im Kopf, und auch mit Gegenständen. Mal gedanklich aber auch mal laut ausgesprochen - ihre witzige Art und das "Stimmchen" im Kopf,  machen aus ihr einen besonderen Charakter wie ich finde. Auch die Kräuterfrau Ellen mit ihrem badischen Dialekt oder Kommissar Hübchen, haben mir in ihren "Rollen" gut gefallen.


Sanne Aswald machte mich auch sehr neugierig auf die Schwarzwald-Idylle. Eines Tages werde ich hoffentlich einmal dorthin kommen, und das nicht nur wegen der "Schwarzwälder Kirschtorte" ;-)

Die Autorin schaffte es auch, mir als Leser Steine in den Weg zu legen, um den Täter zu finden.

Die Kapitel enden mit E-Mails, die Clarissa ihrer Freundin Sarah schreibt. Diese beinhalten auch leckere Rezepte zum nachkochen, und das ein oder andere, habe ich mir auch schon mit Post-Its markiert.

Diesen Krimi kann ich jedem empfehlen, der auch mal einen humorvollen Krimi lesen möchte, und sich gerne mal in den Schwarzwald entführen lassen möchte. 

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