Freitag, Oktober 02, 2015

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[Jugendbuch/Märchenadaption] Aschenputtels letzter Tanz - Kathleen Weise

 

Grauer Nebel liegt über dem Moor, als Harpers Cousine Elsa überfallen wird. Ein Aschenputtelzitat - das ist die einzige Spur, die der Täter bei der jungen Tänzerin hinterlassen hat. Während die Polizei fieberhaft nach ihm fahndet, geht die Angst in dem kleinen Städtchen um. Nur Harper will nicht tatenlos abwarten. Sie beginnt Fragen zu stellen und schwebt bald selbst in Gefahr. Denn der Täter hat schon das nächste Opfer im Visier ... 
Nie war das Böse so märchenhaft schön.

Zuerst musste ich mir erst wieder in aller Ruhe das Cover und die Innengestaltung anschauen, denn hier hat der Thienemann Verlag es genauso schön gestaltet wie schon bei dem Buch "Blut ist im Schuh" von Anna Schneider. Die einzelnen Seiten wurden mit einer verschnörkelten Rose versehen, die sich auch auf dem Buchschnitt und dem Cover wiederfindet.

Harper und ihre Mutter machen Ferien bei der Großmutter, die in einem alten Haus direkt am Moor wohnt, und auch ihre Tante und ihr Onkel sowie ihre Cousine leben dort. Bei ihrer Ankunft erfahren sie erst, was schreckliches passiert ist. Harpers Cousine Elsa wurde überfallen, und möchte aber auch nicht das die Polizei nach dem Täter sucht. Harper macht sich daraufhin selber auf die Suche nach dem Täter, und beginnt zu ermitteln. Doch schon bald hat der Täter das nächste Opfer im Visier...

Die Autorin Kathleen Weise hat mit "Aschenputtels letzter Tanz" einen spannenden Jugendthriller geschrieben. An nur einem Abend (bis in die Nacht hinein) habe ich es ausgelesen, weil ich unbedingt wissen musste, wer hinter den Überfällen und den Aschenputtelzitaten steckt, und wieso das alles passiert.

Am sympathischsten fand ich die Hauptprotagonistin Harper. Ihre Gefühle und ihre Gedanken haben mich sehr gut in sie hineinversetzen lassen, wobei dies sich bei Elsa eher schwierig gestaltet hat, da sie eher der verschlossene Typ ist. Wenn man aber weiß wieso (was natürlich erst gegen Ende herauskommt), dann kann man es auch verstehen. 

Besonders schön fand ich den Ort an dem die Geschichte spielt. Kathleen Weise hat das Moor und seine Umgebung wunderbar detailiert beschrieben, und vermittelte mir als Leserin eine Gänsehaut. Denn mit Harper wollte ich echt nicht tauschen als sie dort entlang geht, ob bei Tageslicht oder in der tief schwarzen Nacht. Die Gänsehaut und den Gedanken von Harper das sie die Gefahr förmlich im Nacken spürt, oder das man sofort versinken könnte wenn man nicht aufpasst... Dieses Gefühl hat die Autorin genauso gut bei mir verursacht.

Mir hat "Aschenputtels letzter Tanz" sehr gefallen, denn der Spannungsbogen der von Anfang an aufgebaut wurde hält sich bis zum Ende, und ich hätte immer weiter lesen können.

"Aschenputtels letzter Tanz" ist eine spannende Geschichte mit sympathischen Protagonisten, und wer so gerne Jugendthriller wie ich liest, kommt an diesem Buch garantiert nicht vorbei...

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