Mittwoch, September 09, 2015

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[Roman] Schluss mit Lustig - Gabriella Engelmann

      
© Cover & Klappentext: Rowohlt Verlag

ICH bin keine Pessimistin, sondern Realistin! Das ist ein enormer Unterschied. Ich würde mich eher als kritisch, vorsichtig und damit insgesamt äußerst klug bezeichnen. Außerdem hat man als Optimist keine Ahnung von den freudigen Überraschungen, die das Leben bereithält.» – So Julys unumstößliche Meinung. Bis ein Schlag auf den Kopf eines Tages alles verändert … «Ist das Glas halb leer oder halb voll? Was steht mir besser: rosa Brille oder Leidensmiene?

July, ist die geborene Pessimistin aus Leidenschaft, glaubt nicht an die wahre Liebe und wohnt zusammen mit ihrer Freundin Mona in einer WG. July schreibt bissige und negative Kolumnen und Rezensionen über Bücher und anderem für ein Magazin, und ihr Blog ist durch ihre bissigen Kommentare begehrt. Doch dann passiert ein Unfall, der das Leben von July völlig verändert. Viel ist nicht passiert zum Glück, aber die Pessimistin aus Leidenschaft, wird plötzlich zu einer tollen Optimistin. Dadurch das sie nicht mehr ist, wie sie durch ihren Charakter war, verliert ihr Blog an Beliebtheit, und sie verliert dadurch ihren Job. Zu dem Inhalt gebe ich weiter nichts preis, denn das Buch muss man selbst gelesen haben.

Vorallem die bildhafte Beschreibung der Stadt Hamburg hat es mir angetan, sodass man das Gefühl hat dort zu sein. Mal abgesehen davon, dass ich diese Stadt auch mal gerne ansehen würde...

Auch die Personen beschreibt die Autorin sehr bildhaft, so dass man sich leicht Bilder dazu einfallen lassen kann. Ihren Schreibstil mag ich sehr, denn er ist sehr flüssig und leicht zu lesen. Das macht es sehr einfach, das Buch auch nicht aus der Hand zu legen, und es bis zum Ende zu lesen.

Gabriella Engelmann hat sich sehr gut mit dem Thema Optimismus und Pessimismus befasst. Das Buch hat die richtige Prise bissigen Humor, nicht zu viel und nicht zu wenig. Ich konnte mich zwar nicht so gut mit July "anfreunden" zum Teil, da sie eben speziell ist, was mich aber auch gleichzeitig am Ende gewundert hat, denn sonst hat man sich ja irgendwie immer etwas mit der Hauptperson eines Buches identifiziert, wenn ein Charakter sehr gut ausgearbeitet war. Als ich dann darüber nachdachte, hat sich meine Sichtweise zu July geändert, denn egal wie man ist, ob Pessimist oder Optimist, man hat immer Freunde und Feinde, selbst dann wenn man vielleicht eine Mischung aus beiden ist, und das ist ab und an ja eigentlich jeder. Was mich aber auch beeindruckt hat, das July mit ihren 19 Jahren fest auf dem Boden steht, und aus allem versucht das Beste zu machen und herauszuholen. Sie fällt, und sie steht wieder auf.

Ich fand das Buch sehr unterhaltsam, denn so kam man in den Geschmack von zwei unterschiedlichen Welten. Besonders weil dieses Buch noch mehr für jung und alt gleichermaßen ist, durch das Thema. Man bekommt auch die Vor und Nachteile beider Sichtweisen vorgehalten. Sodass man in sich selber kleine Dinge sieht, die man vielleicht vorher nicht gesehen hat. Vorallem ist diese Geschichte mit diesem brisanten Thema und den jeweiligen Situationen nicht übertrieben geschildert worden, sondern es kommt mitten aus dem Leben, und das gefiel mir sehr.

Fazit
Eine witzig, leichte Lektüre, die jeder einfach lieben muss...

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