Mittwoch, Juli 08, 2015

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[Kinderbuch] Florentine oder wie man ein Schwein in den Fahrstuhl kriegt - Jutta Wilke

© Cover & Klappentext: Sauerländer Verlag
Florentine oder wie man ein Schwein in den Fahrstuhl kriegt  
Jutta Wilke
ISBN: 978-3-7941-6197-3
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 9 - 11 Jahre 
160 Seiten
Gebundene Ausgabe - März 2012
12,99 € (D) - Sauerländer Verlag
 
"Florentine ist vor allem eines: ziemlich verfressen. Sie macht nicht mal vor Mamas Blumenbeet halt – und weil das mächtig Ärger geben könnte, muss Clemens sie dringend verstecken, am besten bei seinem Freund Erdal. Der Balkon dort ist groß genug, und zwischen acht Geschwistern, dem immermüden Opa und der fernsehsüchtigen Oma fällt Florentine bestimmt nicht weiter auf. Außerdem gibt es bei Erdal garantiert genügend Reste zum Auffuttern. Aber wie, bitte schön, bekommt man ein Schwein in den Fahrstuhl?"
 
 


"Florentine oder wie man ein Schwein in den Fahrstuhl kriegt" ist ein wunderschönes Buch von der Autorin Jutta Wilke für Kinder ab 9 Jahren. Hinzu kommen die Zeichnungen von dem Kinderbuchillustrator Patrick Wirbeleit. Die Geschichte rund um Clemens, Florentine und Erdal haben meinem fast 7-jährigen Sohn und mir sehr gefallen. Wir mussten so oft laut loslachen, das ich auch manche Sätze nochmals vorlesen musste.
Jeden Abend haben wir immer ein bis zwei Kapitel gelesen, wobei mein Sohn es hin und wieder auch an kleinen Stellen getan hat. Das Vorlesen meines Sohnes hat mir am meisten Freude bereitet, da er eher "lesefaul" ist. 
 
Jutta Wilke hat einen leicht zu lesenden Schreibstil, was mir besonders wichtig ist in Kinderbüchern, wobei diese dann auch eher dazu animiert werden, es mit dem lesen auch mal selber zu probieren. Auch die Zeichnungen in dem Buch tragen dazu bei, das sie damit noch mehr Freude am lesen haben.
 
Ihre Charaktere hat Jutta Wilke meiner Meinung nach auch sehr schön ausgearbeitet.Vorallem hat es mir gut gefallen, was Clemens für eine große Entwicklung in dem Buch gemacht hat. Man erlebt als Leser mit, wie er anfangs leicht überfordert wirkt in der fremden Kultur, bzw. in der Familie seines Freundes Erdal. Als Einzelkind hat man es ja auch öfters mal schwer, und deshalb fühlt er sich später dort auch sehr wohl. Ihm tut es gut, um einiges mehr beachtet zu werden (in Erdals Familie), wie in seiner eigenen. Denn seine Eltern sind meistens mit anderen Dingen mehr beschäftigt, als ihm mal richtig zuzuhören.
 
Jutta Wilke zeigt dem Leser der Geschichte auch, dass man keine Vorurteile gegen Menschen aus anderen Kulturen haben sollte, denn man muss sich immer seine eigene Meinung bilden. Eine Freundschaft entsteht doch aus Sympathie und Vertrauen, und hat nichts mit fremder Kultur zu tun, denn meistens lernt man doch auch dazu, wenn man sich offen gegenüber anderer Kulturen zeigt.
 
Fazit
5/5 Sternen

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